Der Ablauf einer professionellen Rohrsanierung
Analyse und Diagnose
Jede Sanierung beginnt mit einer gründlichen Untersuchung. Die TV-Inspektion liefert präzise Bilder aus dem Rohrinneren und lokalisiert Schäden exakt. Eine Kamera fährt durch die Leitung und dokumentiert jeden Riss, jeden Wurzeleinwuchs und jede Verschiebung. Die Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 überprüft die Integrität des Systems und deckt undichte Stellen auf. Diese Generalinspektion bildet die Grundlage für die Sanierungsplanung.
Vorbereitung
Vor der eigentlichen Sanierung muss das Rohr gründlich gereinigt werden. Hochdruckspülung entfernt Ablagerungen und Verschmutzungen. Hartnäckige Hindernisse wie eingewachsene Wurzeln oder Betonreste beseitigt ein Fräsroboter. Diese Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg der Sanierung – nur in einem sauberen Rohr kann der Liner optimal haften.
Sanierung
Je nach Schadensbild kommt das passende Verfahren zum Einsatz. Bei längeren Strecken oder mehreren Schäden wird das Inliner-Verfahren angewendet. Der harzgetränkte Schlauch wird eingebracht und härtet aus. Bei punktuellen Schäden reicht oft ein Kurzliner. Für Abzweigungen und Anschlussbereiche kommen spezielle Anschlussmanschetten zum Einsatz. Die Aushärtung des Materials erfolgt kontrolliert und wird permanent überwacht.
Qualitätskontrolle
Nach Abschluss der Sanierung erfolgt eine erneute TV-Inspektion. Sie dokumentiert den Sanierungserfolg und bestätigt die einwandfreie Ausführung. Erst wenn alle Anforderungen erfüllt sind und das System vollständig dicht ist, gilt die Sanierung als abgeschlossen. Diese Qualitätssicherung nach RSV-Merkblättern und DWA-Richtlinien garantiert dauerhafte Funktionsfähigkeit.
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